Aktuelle Ausgabe

 

Bischöfin Emelyn und die Diözese von Batac

Im Anschluss an den offiziellen Besuch zur Feier der 60 Jahre Kirchengemeinschaft zwischen der Iglesia Filipina Independiente (IFI) und den Kirchen der Utrechter Union lud mich Bischöfin Emelyn Dacuycuy in ihre Diözese ein. 
Diese liegt im Norden der Hauptinsel Luzon und besteht derzeit aus 12 Pfarren. Wir besuchten in kurzer Zeit viele dieser Pfarren und Seelsorgestätten, lernten Priester*innen und Diakon*innen kennen, dazu etliche Kirchenvorstände und viele, viele Kirchenmitglieder. Wir waren beeindruckt von der großen Freude, die uns begegnete und von der Begeisterung, mit der die Menschen zur Kirche gehören. 
Zu Gast in einer philippinischen Gemeinschaft
Es waren aufregende Tage, die zwar wirklich anstrengend waren, aber einen sehr tiefen Eindruck hinterließen. Die Armut und die Bescheidenheit der von uns besuchten Gemeinden war zum Teil bedrückend, dafür war die Großzügigkeit, mit der sie uns begrüßten, besangen und bewirteten, wirklich berührend.

Diakonin Mona:
Kirche in ihrer besten Form

Gleich an unserem ersten Tag auf den Philippinen lernten wir Diakonin Mona kennen.
Sie ist eine junge Frau von etwa 30 Jahren, die in Manila, im Supreme Office für den Erzbischof der IFI, den „Obispo Maximo“ Joel Polares arbeitet. Sie verbrachte einen ganzen Tag mit uns, führte uns herum und zeigte uns ein paar der Sehenswürdigkeiten Manilas. Das war alles sehr nett, sie war freundlich und zuvorkommend. Um vieles eindrücklicher aber war ihre Lebensgeschichte, die sie uns erzählte. Sie war auf einer der kleineren Inseln der Philippinen aufgewachsen und dort im Gemeindeleben integriert. Die Mitglieder ihrer Gemeinde lebten zum Teil von der Landwirtschaft, zum anderen Teil von der Fischerei. Schon als sehr junge Frau organisierte sie einen sonntäglichen Tauschmarkt: die Bäuer*innen brachten Obst und Gemüse, die Fischer*innen Meerestiere. Nach dem Gottesdienst wurde nun getauscht, sehr zur Freude der Gemeindemitglieder.
Unermüdlicher Einsatz für Gerechtigkeit
Die offiziellen Stellen aber missbilligten diese Tauschgeschäfte und versuchten, sie zu beenden.

Zu Besuch bei der IFI

Meine letzte Reise auf die Philippinen war 2023. Zusammen mit Prof. Segbers, der sich seit vielen Jahren mit der Iglesia Filipina Independiente (IFI) befasst, konnte ich Gemeinden, Priester*innenseminare und soziale Initiativen der Kirche kennenlernen und mit vielen Engagierten Gespräche führen.
Wie schon bei meinem ersten Aufenthalt 2017, als ich bei der theologischen Ausbildung mitarbeiten konnte, war ich beeindruckt von der intellektuellen Lebendigkeit und menschlichen Herzlichkeit, die mir überall begegnete.
Um Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, über meine Worte hinaus ein Bild zu vermitteln, wie ich die Iglesia Filipina Independiente erlebe, habe ich diese Darstellung gewählt. Zu sehen ist die Figur von Jesus in der Mitte des philippinischen Volkes. Die Nationalfahne der Philippinen, die am Ende von feierlichen Gottesdiensten während dem Gesang der Nationalhymne geschwenkt wird, ist ein deutliches Zeichen für die Verbundenheit der Kirche mit dem einfachen Volk.


 

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