Wort zur sogenannten Fastenzeit

Ein Wort zur sogenannten Fastenzeit, es ist die Vorbereitungszeit auf Ostern: 

Jetzt noch fasten, wo wir sowieso schon auf vieles verzichten müssen? Ich denke: Leisten wir uns den Luxus der Begegnung mit Gott - und glauben wir der frohen Botschaft: Selig die um ihre Armut vor Gott wissen und Frieden stiften. Gehen wir den Weg mit Jesus, lassen wir uns anstecken von seinem Mut und seiner Leidenschaft: Gott hat das letzte Wort, seine Liebe macht gerecht und richtet auf.

Dankbar sich selber anzunehmen als Wesen aus Fleisch und Blut, als Gottes geliebte Kinder, das fällt uns oft schwer. Die 40 Tage vor Ostern sind ein Bild für die Lebensreise jedes Einzelnen von uns, eine Reise, bei der wir uns nicht mit unnötigem Gepäck belasten sollen. Fragen wir uns, was wesentlich ist, was wir wirklich brauchen und lassen wir weg, was bloßes Statussymbol ist und nehmen Abschied von dem, was in unserer Zeit als "Egoprojekt" in Verruf geraten ist.

Ich wünsche Ihnen eine in diesem Sinn gute und heilbringende Zeit!

+ Dr. Heinz Lederleitner
Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs