IBK-Treffen mit den Synodal*rätinnen 2019

Eindrücke vom

Treffen der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz (IBK) mit Synodalrät*innen der Utrechter Union vom 24. bis 26.5.2019 in Amersfoort

 

Nicht nur wir Altkatholik*innen in Österreich haben Visionen und stellen viele Überlegungen über eine zukunftsfite Kirche an. Beim Treffen in Amersfoort wurden dazu auch Gedanken der Anwesenden aus vier weiteren Kirchen (NL, CH, D und CZ) sichtbar.

Einen dieser Gedanken stellt die Idee dar, etwaig auftauchenden Identitätsproblemen mit der Positionierung neuer altkatholischer Themen zu begegnen und somit die Aufmerksamkeit weg von "Dauerbrennern" wie Frauenordination und Zwangszölibat zu lenken.

Auch der zu erwartende Bedeutungsverlust der Großkirchen und die möglichen Auswirkungen auf die Altkatholischen Kirchen wurden diskutiert und es gab die Idee, dass die Kirchen der Utrechter Union durch diese Geschehnisse die Chance hätten, ihre Stellung in Ökumene und Gesellschaft zu festigen/darzulegen. Wie genau und wodurch dies real werden könnte, wäre durch Offenheit den neuen Gegebenheit gegenüber zur definieren, wozu auch das neu zu malende Bild eines Geistlichen bzw. einer Geistlichen in einer säkularen Gesellschaft gehört.

Weiters kam zum Ausdruck, dass die Besonderheit von Gottesdiensten - im Vergleich zu Veranstaltungen - mittels der Hinwendung zu elementareren Eucharistiefeiern zu betonen sei. Dem Hang der Gesellschaft zum Individualismus könnte durch die Möglichkeit der Teilhabe an einer christlichen Gemeinschaft ohne allzu extremer Strenge entsprochen werden.

Die Verteilung der Aufgaben/Arbeiten in der Kirche zeigen sich in manchen Bistümern ungleich/ungerecht. So gibt es bereits mancher Orts einen geänderten Umgang bei Personalentscheidungen durch die Einführung von Assessment sowie Gedankenexperimente der Benennung gewisser geistlicher Ämter anstelle von Wahlen.

Mit frischen Augen sei auch auf die geografische Lage der Kirchengemeinden zu schauen, zugleich auf deren Aufgaben und darauf mit welchen finanziellen Mitteln und Ressourcen diese Aufgaben erfüllbar wären.

Eine Quintessenz der Eindrücke könnte die Aussage des Erzbischofs darstellen: "Priorität muss die Festlegung der Prioritäten haben".