Neue Diakonin der Iglesia Filipina Independiente

Lora Mae Honey Espelita ist am 02.05.2021 zur Diakonin der Iglesia Filipina Independiente geweiht worden.

Diakonin Espelita wurde in den letzten Jahren ihres Studiums durch einen anonymen Spender aus der Altkatholischen Kirche Österreichs finanziell unterstützt - ein starkes Zeichen für unsere Verbundenheit mit der Iglesia Filipina Independiente. Herzlichen Dank dafür!

Die Altkatholische Kirche Österreichs gratuliert herzlich zur Weihe!

Coronakrise auch theologische Krise

Die Coronakrise ist - das hat sich gezeigt - auch eine theologische Krise:

Von Gott reden, der eine Pandemie zulässt, das war in der Vergangenheit verbunden mit den Themen "Strafe" und "Läuterung" und mit einem naiven Aufruf zum Gebet, so als könnte die "Leistung des Gebetes" Gott umstimmen und ein Ende der Pandemie herbeiführen.
 
Heute sehen wir in unserer Gesellschaft ein medizinisches Problem, das mit medizinischen Mitteln zu lösen ist. Auf der Strecke bleiben das Leid der Betroffenen und die Mühen, die uns allen durch die Maßnahmen auferlegt sind. Bischof Dr. Matthias Ring (Alt-Katholische Kirche Deutschland) stellt sich der Fragwürdigkeit einer "Schönwettertheologie", die im Ernstfall nichts zu sagen hat. Er plädiert dafür, darüber hinaus zu gehen und bewusst anzusprechen, wie herausgefordert der Glaube in dieser Situation ist und welche Antworten aus ihm zu holen sein können, ohne die oben geschilderten Muster. 
 
Hier können Sie den Text zu diesen Thema von Bischof Dr. Matthias Ring Nachlesen!

Interreligiöses Gebet für Myanmar

"Gemeinsamkeit und Toleranz können Hass und Gewalt der Militärs in Myanmar beenden"

Unter diesem Tenor hat am Samstagabend ein interreligiöses Gebet für Myanmar auf dem Wiener Stephansplatz stattgefunden.
 
Auf Einladung der buddhistischen Religionsgesellschaft und der Freunde der Burmesischen Gemeinschaft in Österreich beteten Religionsvertreter und Aktivisten gemeinsam für den Frieden und machten zugleich auf die Bürgerkriegs-ähnliche Situation dem südostasiatischen Land aufmerksam. Seit dem heurigen erneuten Aufflammen der Gewalt in Myanmar sind bereits über 700 Menschen ums Leben gekommen.
 
In Vertretung von Bischof Dr. Heinz Lederleitner hat Pfarrer Thomas Wetschka an dieser Veranstaltung teilgenommen und das Wort an die Anwesenden gerichtet.
 
Wien, 18.04.2021 (KAP)

Gedenkfeier für Todesopfer der Corona Pandemie

Am Freitag, 16. April 2021 um 10 Uhr fand eine Gedenkfeier für die annähernd 10.000 Todesopfer der Corona Pandemie in Österreich statt. Bischof Dr. Heinz Lederleitner war dazu eingeladen und hat die Altkatholische Kirche Österreichs vertreten. 
 
Im Mittelpunkt standen die Verstorbenen und die Hinterblieben, sowie die Bitte um Gesundung der aktuell Erkrankten – 2.122 Personen lagen am Freitag in den Spitälern, 558 von ihnen auf Intensivstationen.

Für die Religionsgemeinschaften sprachen die folgenden Vertreter : Kardinal Dr. Christoph Schönborn (Römisch-Katholische Kirche), Bischof Mag. Michael Chalupka (Evangelische Kirche), Präsident Oskar Deutsch (Israelitische Kultusgemeinde), Metropolit Arsenios Kardamakis (Orthodoxe Kirche) und Präsident Ümit Vural (Islamische Glaubensgemeinschaft).

Bischof Dr. Heinz Lederleitner (Altkatholische Kirche Österreichs) und mit ihm viele andere Vertreter der unterschiedlichen Glaubensrichtungen gedachten in stiller Verbundenheit.

Zum Abschluss der Feier berührten die Worte von Bundespräsident Dr. Alexander van der Bellen, mit denen er den unschätzbaren Wert des Lebens in den Mittelpunkt stellte, und auch die Musikstücke, in denen Trauer, Mitgefühl sowie Hoffnung ihren tiefen Ausdruck fanden, werden in Erinnerung bleiben.

Osterbotschaft 2021 von Bischof Heinz

Osterbotschaft 2021 von Bischof Heinz


Liebe Glaubensgeschwister,

in diesen Tagen, da wir uns in herausfordernder Zeit auf das Osterfest vorbereiten, übermittle ich Ihnen einen kurzen Gedanken von Pfarrer Dr. Benjamin Härte aus dem Rheinisch-Westfälischen Konvent der Evangelischen Michaels Bruderschaft, der ich seit einigen Jahren anzugehören die Ehre habe:

"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. In diesem Glauben haben die Alten Gottes Zeugnis empfangen. Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns umstrickt. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, dass ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst." Bibelstelle: Hebräer 11,1-2;12,1

Gedanken von Pfarrer Benjamin Härte dazu, von mir gekürzt und bearbeitet:

Wahr ist, dass das Leben allzu oft Kampf ist. Das Vertrauen auf Jesus, der das Helle und abgrundtiefe Dunkel dieses Lebens selbst erfahren hat, kann uns zuverlässig durch das tragen, was das Lebens uns schenkt und abverlangt. Durch dieses Leben, über seine lichten Berge und durch seine dunklen Täler laufen wir. Den Blick auf Jesus gerichtet. Nach vorne. Nach oben. Zum Licht. Zum Leben. Und damit eben auch auf das Kreuz. Die Zeugen des Glaubens, die uns begleiten und schon vorangegangen sind, sie stärken jedenfalls mich, diesen Lauf mit Zuversicht und Mut zu gehen und - wenn es sein muss - auch mein Kreuz auf mich zu nehmen und schließlich Teil dieser leuchtenden Wolke der Zeugen zu werden.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen - wie auch immer die Kar- und Ostertage heuer bedacht und gefeiert werden können - viel Kraft, Mut und Zuversicht und vor allem eines, was immer Not tut: Gottes Segen!

Frohe Ostern!

+ Heinz
Dr. Heinz Lederleitner
Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs