Kirchen und Plattform fordern rasche Hilfe für Flüchtlinge

Christliche Kirchen in Salzburg und Plattform für Menschenrechte fordern rasche Hilfe für Flüchtlinge
Dringender Appell an die Bundesregierung, Asylsuchende und Vertriebene aufzunehmen und zu versorgen

SALZBURG (eds-29. 6. 2020) / Der Ökumenische Arbeitskreis Salzburg (ÖAK), in dem die christlichen Kirchen vertreten sind, der Pastoralrat der Erzdiözese Salzburg, die Katholische Aktion Salzburg, die Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit (DKWE), die Plattform für Menschenrechte Salzburg und Pfarrer Alois Dürlinger, Assistent des Erzbischofs in Asyl- und Flüchtlingsfragen, appellieren an die österreichische Bundesregierung, ein dringend notwendiges Zeichen der Humanität im Bereich der Flüchtlingspolitik zu setzen, indem Flüchtlinge in Österreich aufgenommen werden.

Petition im Wortlaut

Erfreulicherweise entspannt sich in Österreich die Situation rund um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die Beschränkungen werden weniger und  die Handlungsmöglichkeiten nehmen zu. Auch wenn uns die wirtschaftlichen Folgen stark beschäftigen, dürfen die eigenen Probleme nicht blind machen für die Not der anderen. Es ist ein Kernauftrag des Evangeliums, Menschen in Not zu helfen. Darum plädieren wir für grenzüberschreitende Menschlichkeit und Empathie, die auch Menschen auf der Flucht einschließt.

Jetzt ist es an der Zeit, die Menschen und deren katastrophale Situation in den Flüchtlingsquartieren an den Grenzen Europas wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Wir anerkennen die Anstrengungen der Länder, in denen sich die Flüchtlingslager befinden, und das Engagement der Menschen vor Ort, die von Europa allein gelassen werden.

Mit großer Sorge nehmen wir die menschenunwürdigen Lebensbedingungen der Schutzsuchenden wahr. Wir beklagen, dass die Würde der Menschen durch die Umstände in den Flüchtlingsquartieren massiv verletzt wird.

Bischofswort Mai 2020

Kirche sein heute und morgen: Legen wir – jede und jeder – ein Holz ins Feuer und sorgen wir dafür, dass das Feuer brennt und wärmt, nicht nur uns, sondern die kleinen und großen Welten, in denen wir leben!

Geschätzte Leserinnen und Leser, Glaubensgeschwister der Altkatholischen Kirche Österreichs und Interessierte darüber hinaus:

Gerade die aktuellen Zeiten der Corona-Krise mit den besonderen Verhaltensweisen, die zum Rückzug auffordern, fördern auch bei mir Nachdenklichkeit und das Bedürfnis, diese Zeit besonders für Reflexionen und ihre schriftliche Darstellung zu nutzen.

Wie Sie sich denken können, bringt mich mein Dienst als Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs mit vielen Menschen ins Gespräch: Menschen, die sich von mir etwas erwarten, ein gutes Wort, eine klare Botschaft, vor allem aber ein offenes Ohr. Zum Nachdenken bringen mich vor allem diejenigen, die mir einfach etwas sagen möchten, von dem sie vermuten, ich hätte es noch nie gehört und es würde mich weiter bringen. Und dann auch diejenigen, die kritische Anmerkungen machen zu dem einen oder anderen, die sagen, wo sie der Schuh drückt oder die mit enttäuschten Erwartungen zu kämpfen haben. Die Kirchenleitung, Bischof, Generalvikar und Synodalrat sind stets bemüht, Konsens zu finden und richtungsweisende Entscheidungen zu treffen. Uns allen ist klar, dass erst der Fortgang der Geschichte darüber ein Urteil fällen wird und dass sich auch solche Urteile im Lauf der Zeiten verändern können.

Presseaussendung Kultusamt - Öffentliche Gottesdienste ab 15. Mai

Presseaussendung Bundeskanzleramt / Kultusamt - aktualisiert am 28. April 2020

Kirchen und Religionsgesellschaften: Wiederaufnahme der öffentlichen Gottesdienste ab 15. Mai

Kultusministerin Susanne Raab: „Dank an alle Glaubensgemeinschaften für Geduld und Mittragen der Maßnahmen der Bundesregierung.“

Parallel zu den aktuell gültigen Covid-19 Maßnahmen wird nun in Abstimmung mit der Bundesregierung auch seitens der Kirchen und Religionsgemeinschaften eine schrittweise Öffnung der Gottesdienste vorbereitet. Diese Öffnung findet ab 15. Mai statt und wird selbstverständlich die allgemein gültigen Kriterien der Covid-19-Maßnahmen berücksichtigen.

• Der Verantwortliche des Öffentlichen Gottesdienstes stellt sicher, dass maximal so viele Gläubige gleichzeitig am Gottesdienst teilnehmen, dass pro Teilnehmer 10 m² der Gesamtfläche des Gottesdienstraumes zur Verfügung stehen;

• Die Einhaltung der maximalen Personenzahl und des Mindestabstandes im Gottesdienstraum ist durch eine Einlasskontrolle und Ordnerdienste sicherzustellen;

• Teilnehmer am Gottesdienst tragen eine Mund- und Nasenschutzvorrichtung als Barriere gegen Tröpfcheninfektion; dies gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr;

• Gegenüber anderen Menschen ist jedenfalls ein Abstand von zwei Metern einzuhalten;

• Flächen oder Vorrichtungen (z.B. Türgriffe), die regelmäßig von Mitfeiernden berührt werden, sind regelmäßig zu reinigen und zu desinfizieren.

Die Altkatholische Kirche setzt sich für freien Sonntag ein!

Unsere Kirche ist Gründungsmitglied der „Allianz für den freien Sonntag".

Bischof em. Bernhard Heitz hat sich in seiner Amtszeit und darüber hinaus für die Ziele der Allianz stark gemacht.

Zur Zeit vertritt Generalvikar Pfr. Mag. Martin Eisenbraun die Altkatholische Kirche Österreichs in der „Sonntagsallianz".

 

MEDIENINFORMATION

Allianz für den freien Sonntag: Nein zur Sonntagsöffnung - zum Schutz und zur Entlastung für alle!

Die 2001 gegründete Sonntagsallianz stellt sich mit ihren über 50 Mitgliedsorganisationen hinter die heimischen ArbeitnehmerInnen und gegen die erneut vorgebrachten Forderungen der Shoppingcenterbetreiber.

(Wien, am 29.4.2020) Die Forderung einiger Shoppingcenterbetreiber für eine Sonntagsöffnung werden in regelmäßigen Abständen vorgebracht, aber noch nie erschienen die wahren Absichten dahinter so deutlich wie jetzt.

In Zeiten von Kurzarbeit und erhöhter Arbeitslosigkeit, verbunden mit Geldeinbußen und Zeitmangel von erweiterten Öffnungszeiten zu träumen, beweist den mangelnden Realitätsbezug mancher selbsternannter Vertreter des Handels", wundert sich Philipp Kuhlmann, Sprecher der Allianz für den freien Sonntag (Sonntagsallianz). „Gerade jetzt, wo Menschen mit massiven Umstellungen wie home office, erweiterter Kinderbetreuung und dazu noch weniger Entlohnung bzw. einer Ansteckungsgefahr konfrontiert sind, zeigt diese Forderung, dass es den Shoppingcenterbetreibern lediglich um ihre Mieten geht. Die Handelsunternehmer selbst, ihre Angestellten und auch die Kunden spielen in den Überlegungen in Wirklichkeit keine Rolle", räsoniert Kuhlmann.

Weltlicher Synodalrat kooptiert und angelobt

Albert Schromm-Sukop wurde als weltlicher Synodalrat kooptiert und angelobt. Die Kirchenleitung dankt für die Bereitschaft zur Übernahme dieses verantwortungsvollen Amtes und wünscht viel Erfolg für die neue Aufgabe und freut sich auf die Zusammenarbeit.