Pfarrerwahl in Linz ging einstimmig aus

Mit hunderprozentiger Zustimmung wurde der altkatholische Priester Samuel Josef Ebner in einer demokratischen Wahl zum Pfarrer der Kichengemeinde Linz gewählt. In dieser Gemeinde hat Pfarrer Ebner bereits zwei Jahre als Seelsorger gewirkt.

Für die Pfarrstelle der Kirchengemeinde Linz (umfasst den Osten von Oberösterreich) war Ebner zwar der einzige Kandidat, eine hunderprozentige Zustimmung ist allerdings auch hier ein deutliches Zeichen. Ein solches Ergebnis kommt selten bei Wahlen in unserer Kirche vor. Der 40jährige Steiermarker war vor zwei Jahren von der römisch-katholischen Kirche in die altkatholische übergetreten. Da alle Sakramente gegenseitig anerkannt sind, konnte Pfarrer Ebner sofort als "Vikar" die eben frei gewordenen Pfarrstelle im Auftrag des Bischofs zu übernehem. Nach mehreren Prüfungen laut unserer Ausbildungsordnung erfüllte Mag. Ebner alle Voraussetzungen, sich auf die Pfarrestelle zu bewerben. 

Demokratische Wahlen sind ein wesentlicher Bestandteil altkatholischer Identität: Alle Mitglieder der Kirchengemeinde sind eingeladen, ihre Stimme abzugeben. Auch Bischofswahlen werden in der selben Form gestaltet: Vertreter*innen aus ganz Österreich (die sogenannte "Synode") stimmen über die Kandidat*innen ab. Zuweilen gibt es mehrere Durchgänge bis sich ein klares Ergebnis mit Zweitrittelmehrheit abzeichnet.

Das Lexikon der Altkatholischen Kirche Österreichs informiert darüber ausführlich: Beitrag lesen.