Karfreitags-Diskussion: Statement der Altkatholischen Kirche

Statement der Altkatholischen Kirche Österreichs

Der Gerichtshof der Europäischen Union hat beim Karfreitags-Streit auf Diskriminierung der Religion wegen entschieden. Die Altkatholische Kirche Österreichs sieht der positiven Umsetzung des Erkenntisses des Gerichts durch die österreichische Gesetzgebung im Sinne der Religionsausübung vertrauensvoll entgegen.

Den Mitgliedern der Altkatholischen Kirche wurde bei der staatlichen Anerkennung 1877 der Karfreitag als staatlicher Feiertag zugesprochen. Dies hat mit dem Selbstverständnis der Altkatholischen Kirche zu tun, welche am Karfreitag des leidenden Christus gedenkt: "Der leidende Christus ist heute mehr denn je Sinnbild für Ungerechtigkeit, Leid, Gewalt und gesellschaftliche Verachtung. Gerade diesen betroffenen Menschen steht die Altkatholische Kirche nahe" so Generalvikar Mag. Martin Eisenbraun.

Die Altkatholische Kirche bittet die Bundesregierung, den gesellschaftlichen Konsens und sozialen Frieden bezüglich kirchlicher Feiertage wiederherzustellen. Dabei ist die historische Gesetzlichkeit ebenso zu berücksichtigen. In einem pluralen, multikulturellen Österreich sollte jede staatlich anerkannte Kirche die Möglichkeit haben, einen gesetzlich verankerten Feiertag bennenen zu können. Diese Forderung gründet sich in der Freiheit der Religionsausübung, welche nicht als Freisein von Religion missverstanden werden kann.


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